Das Einpendeln in die neue Zeitzone und das Überwinden des
Jetlags dauert ziemlich genau eine Woche. In dieser Zeit haben wir etwas
getaucht, was nach den zwei gerade vorübergezogenen Taifunen eine
Herausforderung war: wohin wurden die Schneckchen geschwemmt und haben sie überhaupt
überlebt? So suchten wir oft minutenlang, bis wir wieder etwas für unseren
Fotoapparat fanden. Trotzdem war die erste Woche sehr schön und die Entspannung
tat uns gut.
Die erwarteten Nachbeben vom Epizentrum auf Cebu blieben
aus, aber am 10. Oktober bebte die Erde mit einer Stärke von 7.4 auf der
Richterskala im Südosten von Mindanao so heftig, dass man es bis nach Camiguin
sehr gut spürte. Der Besitzer des Airbnbs, wo wir jeweils wohnen, sagte, sie
seien erschrocken nach draussen gerannt und der dicke Baum im Garten habe
gerüttelt und geschwankt. Wir waren in der Zeit unter Wasser und ich spürte das
Beben durch ein Gefühl des Unwohlseins in der Magen- und Lungengegend, aber
erst, als unser Guide Dondon zu einem Korallenfelsen schwamm und uns anzeigte,
dass dieser sich bewege, wurde mir klar, dass wir unter Wasser ein Erdbeben
erlebt hatten.
Da die Philippinen an der Schnittstelle von drei grossen
tektonischen Platten liegen, verursachen die Wechselwirkungen der Eurasischen
Platte im Westen, der Philippinischen Platte im Osten und der
Indo-Australischen Platte im Süden immer wieder Erdbeben und vulkanische
Aktivität. Aber dieses – sagen viele – war eins der heftigsten seit langer
Zeit.
Mehr Informationen hier:
https://www.laenderdaten.info/Asien/Philippinen/erdbeben.php
So gabt es noch einige Nachbeben und einige wurden auch noch
in Camiguin oder Calaanan gespürt. 
Die Philippinen inmitten von Platten, die gegeneinander
stossen und unter einander abtauchen!
Wir sind zurück am Arbeiten und melden uns ca. in einer
Woche wieder – unser Terminplan ist ziemlich voll. Morgen z.B haben wir einen
Termin bei einem neuen Revisor und wir hoffen, dass wir vielleicht auch noch
ein paar Vereinfachungen oder ideale Änderungen anbringen können.
Nun aber – für die Freunde der kleinen Unterwassertiere –
einige unserer Tauchfotos:
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| Ein Schnecken-Schäfchen, etwa 2 mm gross. |
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| Cyerce basi, vielleicht 2 cm. Man kann die zwei Augenpünktchen sehen. |
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| Cyerce pavonina (auch mit Augen) |
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| Favorinus tsurugensis, ca 1 cm |
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| junger Anglerfisch, ein paar Millimeter |
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| grosser Anglerfisch, ca 25 cm, liegend und lauernd |
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| Nacktschnecken-Kopulation: Die Zwitter befruchten sich gegenseitig und können nachher beide Eier legen. Bei manchen Nacktschnecken - bitte nicht erschrecken - lösen sich die Penisse der beiden Schnecken und bleiben in der Vagina stecken. Dies vermutlich, um weitere Rivalen abzuhalten oder die Spermien besser zu schützen, Innert 24 Stunden ist ein komplett neuer Penis gewachsen, ziemlich cool, diese Nacktschneckenwelt, oder? |
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| Ein Mimic octopus |
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| Eine Nacktschnecke auf einem Stück Holz, ein paar Millimeter gross |
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| Psychedelische Nacktschnecke :-), sie heisst so! |
.JPG) |
| eine neue Schnecke für meine Sammlung |
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| Man meint, die Seepferdchen stehen immer schön irgendwo.. dabei torkeln sie meist liegend herum, vor allem wenn sie so schwanger sind wie diese. |
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| ein ca 15 cm grosser Anglerfisch, alleine im Sand sitzend und einen Schwamm imitierend: sich nicht bewegen, dann kommt irgendwann ein Fisch, der beim Schwamm Schutz sucht..... |
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