
Wir kreierten eine bedruckte Plane für unseren Lieblingstauchshop mit den Tieren, die man beim Tauchen über Sand finden kann.
Wir sind wieder zurück in der kühlen, nebligen Schweiz. Der Jetlag weckt uns – besonders mich, Franca – noch immer in aller Frühe, doch erfahrungsgemäss legt sich das rasch. Bevor wir unseren Reiseblog abschliessen, möchten wir euch noch einen kurzen Rückblick auf die letzte Woche unseres Philippinen-Aufenthalts auf der Insel Camiguin geben.
Kaum waren wir angekommen, zog erneut ein tropischer Sturm über die Insel – leider traf diesmal wirklich ein, was uns jemand im Scherz vorausgesagt hatte: «Immer, wenn ihr kommt, gibt es einen Taifun oder Sturm.» Als Flut, Vollmond und starke Winde aufeinandertrafen, türmten sich die Wellen bedrohlich hoch. Eines Abends stieg ich auf den Aussichtsturm unseres Homestays, weil die Brandung so nah klang – obwohl der Strand eigentlich 70 Meter entfernt liegt. Fischer eilten mit Taschenlampen hin und her, unsicher, ob sie ihre Boote in Sicherheit bringen sollten.
Schon im letzten Jahr hatten wir beobachtet, wie sich die Küstenlinie verändert. Ursache sind nicht nur die Monsune – Amihan (Nordost) und Habagat (Südwest) –, die seit jeher Sand entlang der Küste verschieben. Ein massiver Deich aus Stein und Beton vor einem neuen Resort hat die natürlichen Strömungen stark beeinflusst. Seither verliert das benachbarte Resort, in dem wir früher tauchten, jedes Jahr rund 100 Meter Sand- und Grünfläche und wurde mehrfach überschwemmt. Nun müssen auch dort Schutzbauten errichtet werden, um die Existenz der Betreiber zu sichern.
Selbst das Caves-Resort, in dem sich unser kleiner Tauchshop befindet, wurde zweimal überschwemmt – einmal stand das Wasser 15 Zentimeter hoch im Shop, und unser Boot lief fast voll. Ich habe versucht einzuzeichnen, wie sich die Küstenlinie seit Anfang Jahr verändert hat; das zugrundeliegende Google-Bild stammt aus dem September 2024. Das u-förmige Gebäude mit dem roten Dach ist das Caves-Resort, beim roten Kreuz wohnen wir jeweils.
Während Camiguin stark von Wind und Regen getroffen wurde, blieb es in Calaanan und bei Batulong vergleichsweise ruhig. Dort regnete es nur etwas häufiger. Bei Sturmwarnung schliessen die Schulen auf den Philippinen allerdings vorsorglich und der Unterricht läuft dann online weiter – kurz vor Weihnachten ist es in den Schulen ohnehin eher locker, mit viel Tanz und Gesang. Bei Batulong stehen jetzt noch die «Celebrity Party» für die Kleinsten, die Weihnachts-Reisverteilung und die grosse Weihnachtsparty an.
Kurz vor unserer Rückreise sorgte eine weitere Nachricht für Aufregung: Alle Airbus-320-Flugzeuge weltweit wurden kurzfristig gegroundet, weil die starke Sonnenaktivität die Steuerung beeinflussen könnte. Auch unser Inlandflug war betroffen – doch die Techniker lösten das Problem innerhalb eines Tages, und wir erreichten nach 37 Stunden Reisezeit wohlbehalten die Schweiz.
Zum Abschluss dieses Reiseblogs möchten wir euch noch einige Unterwasserfotos zeigen und uns herzlich fürs Mitlesen und Begleiten bedanken.
| Coryphellina, ca 4 mm gross |
| Blau-ring Oktopus, nur ein paar Zentimeter gross |
