Unsere erste Arbeitswoche ging schnell vorbei (meine war wegen Krankheit am ersten Tag noch etwas kürzer) und wir konnten schon viel erledigen oder mit den Mitarbeitern besprechen. Ein Diskussionsthema ist immer, wenn Schüler oder Studenten oft den Unterricht schwänzen oder – wie im Fall eines Criminology-Studenten (dies ist die Polizisten-Ausbildung) – am Morgen verschläft und deshalb die wichtigen Tests verpasst. Wenn ein 23-jähriger seiner Mutter die Schuld gibt, dass sie ihn nicht geweckt habe oder seinem Handy, dass der Alarm nicht funktioniert habe, fehlt uns das Verständnis. Von der Schule bekommt er noch diverse Chancen, die Prüfungen nachzuholen und wenn er sie besteht, wird er auch weiter von uns unterstützt, aber dennoch werden dann nochmals einige klare Richtlinien von uns durchgegeben müssen. Batulong wird in diesem Jahr rund 40 !! neue College-Studenten unterstützen und je nach Studienrichtung und weiteren Stipendien, die die Teenager erhalten können, wird dies ein grosser Teil unseres Budgets beanspruchen. So ist es wichtig, dass wir nur Studenten unterstützen, die auch wirklich für ein Studium geeignet sind.
Ein anderer Fall ist die Anfrage eines Bekannten um Unterstützung seines Sohnes im College. Wir versuchen einerseits die finanzielle Situation der Eltern abzuschätzen (in diesem Fall bedeutend besser als die unserer Batulong-Eltern), aber wenden auch die Richtlinien für unsere College-Studenten an. Wenn ein Schüler dann nur den teuren Maritime (Seemann) – Kurs in einem teuren College will, müssen wir die Anfrage ablehnen.
Wie immer kommen zwischendurch Eltern, die um Schulunterstützung ihrer Kinder bitten und nach einem Interview von Keno oder Aiza das Anmeldeformular ausfüllen. Wir werden dann in den nächsten Wochen alle dieser Familien zu Hause besuchen.
![]() |
| Foto nach dem Ausfüllen des Antragformulars |
Ich bereite mit Keno und Aiza das Stiftungratstreffen von nächster Woche vor. Keno muss die Zahlen der Schüler und Buchhaltung präsentieren, aber leider fehlt zu der Zeit noch die Jahresrechnung des Auditors. Aiza ist die Aktuarin und wir schreiben schon so viel ins zukünftige Protokoll, was wir bis jetzt wissen. Unser Ziel ist, dass unsere Mitarbeiter auch einmal ein Stiftungsratstreffen ohne uns oder unsere Hilfe durchführen könnten.
| unsere beiden tollen Mitarbeiter: Aiza |
| und Keno |
Die Philippinische Buchhaltung für die Steuerbehörde (auch Batulong Philippines ist steuerbefreit) stellt uns immer wieder vor neue Herausforderungen. Primär dient uns die Jahresrechnung als Grundlage für das Stiftungsratstreffen hier, aber die verschiedenen Ausgaben werden so merkwürdig kombiniert, dass sie für uns keinen Sinn machen und wertlos sind. Zum Beispiel werden Ausgaben für Schüler mit solchen fürs Büro oder Anderes vermischt. Etwas resigniert werden wir nun zusätzlich zu den Zahlen unseres Revisors die aktuellen Zahlen am Stiftungratstreffen am Dienstag präsentieren.
Am Donnestag bekommen wir Besuch von Jeigs und Eduardo, die beiden Besitzer des kleinen philippinisch-italienischen Restaurants unweit unseres Hotels. Nach unserem langen Gespräch am Weihnachtsabend letztes Jahr äusserte einer der beiden, dass er gerne an unserem Stiftungsratstreffen, das bei ihnen im Restaurant stattfindet, teilnehmen würde. Dies begrüssen wir natürlich sehr und es freute uns auch, dass die beiden noch vorher bei uns im Batulong-Center vorbei kamen. Sie waren sichtlich beeindruckt und Eduardo sprach von Hühnerhaut, die er bekommen habe, als er aufs Gelände von Batulong gekommen sei. Schön!
![]() |
![]() |
| Keno erklärt Batulong |
![]() | |
| Jeigs, der Restaurant-Besitzer, hat Freude an unserem Mittagessen: Frikadellen mit zusätzlicher Gemüsefüllung, Reis (wie immer), Ananas und Papaya aus unserem Batulong-Garten. |
Ein paar Fotos von der Koch-Crew am Dienstag: es gab Mungo-Bohnen mit anderem Gemüse und Omelette - überraschend fein!
Kalamunggai, ein Baum, dessen Blättchen abgezupft und als vitaminreiches Gemüse beigefügt werden. Wächst bei uns im Garten.
Als Letztes unsere Hunde: Nachdem sie bei unserem letzten Besuch im Herbst alle leicht krank und von Parasiten befallen waren, sind sie jetzt gesund und fitter.
| Queenie - ein Strassenhund, der irgendwann vermutlich von einem Auto angefahren wurde. Sie humpelt und ist die vorsichtigste von unseren Hunden - aber mein Lieblingshund. |
| Whitey muss weiterhin abnehmen, aber ihr Ohr ist geheilt und sie ist happy wie immer. |
| Bea kurz bevor sie sich auf den Rücken wirft um gestreichelt zu werden. Ein Sonnenschein und manchmal ein Wildfang - sie ist Mäge's Lieblingshund |








Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen